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Off-Topic

Science Fantasy Story.


DanielAK
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DanielAK's Beitrag vom 29.01.2010 um 21:51 Uhr // Beitrag Nr. 1
Hi Leute.

Seit zwei Jahren, oder so, geistert mir eine Story durch den Kopf, in der es fast ausschließlich nur um Aliens, ihre Kultur und den Genozid an einer anderen Alienrasse geht. Es gibt aber noch eine Macht in der Galaxis, die sich einmischt...

... und folgender Text ist quasi das Schlüsselereignis, die die Katze aus dem Sack läßt (ich zeichne solche Ideen immer in Textfragmente auf - und fülle, sofern Zeit und Lust besteht, die Lücken Stück für Stück auf).

Hier nun also der Textausschnitt:

---

Eredorn sah sich das Spektakel mit Saradin aus sicherer Distanz an. Saradin schaute verwirrt, beim Anblick dieser Schiffe die so plötzlich aus den Gates gekommen waren, drein. Heerscharen an Soldaten ergossen sich aus ihren Inneren und eine Person – auf die Entfernung für Eredorn kaum auszumachen – stapfte zwischen den nun generalstabsmäßig aufgereihten Soldaten hindurch auf den Imperator und dessen Gefolge zu. Die fremde Person schien bewaffnet zu sein; allerdings mit einer Waffe, die Eredorn noch nie gesehen hatte; nicht nur, weil er sie ohnehin nicht im Detail betrachten konnte. Sie sah einfach merkwürdig aus. Dann erkannte er die Körperform der fremden Soldaten.

"Oh nein", seufzte er genervt.

"Was ist? Wer sind die?", fragte Saradin neugierig.

"Menschen!". Eredorn machte eine Kunstpause; klapperte dabei hektisch mit seinen Mandiblen, um seiner Frustration deutlichen Ausdruck zu verleihen. "Und wo immer die auftauchen, gibt’s Ärger!"

-

Imperator Ovator mußte sein Erstaunen unterdrücken, um auch ja kein Zeichen von Schwäche preiszugeben; das wäre im Sinne des längerfristigen Machterhalts auch sehr ungünstig gewesen. Es gab schließlich genügend Emporkömmlinge in seinem Umfeld, die ihn nur zu gern auch schon beim kleinsten Anzeichen von Schwäche dahinmeucheln würden. Und obwohl er selbst von seinen Truppen umringt war, hatte er ein mulmiges Gefühl diese Armee aus den Gates kommen zu sehen. Er hatte die Spezies gleich erkannt. Es waren Menschen. Besser bekannt als Geisel der Galaxis. Wo immer Menschen sich einmischten, wurden ganze Welten verwüstet; ein praktisch nicht zu stoppender, wütender Haufen von galaktischen Killern, die alles vernichteten, was sich ihnen in den Weg stellte – und soeben hatte eine ganze Armee von ihnen seine imperiale Hauptwelt betreten; nicht das er dagegen wirklich etwas hätte tun können. Er wußte nicht viel über die Menschheit, aber er wußte zumindest, das es unklug war, sie sich zum Feind zu machen.
Die menschlichen Soldaten hatten sich bereits in Reihe und Glied vor seinen imperialen Truppen aufgestellt, und waren – für Menschen äußerst typisch, wenn man den Gerüchten glauben mochte – bis über den Kopf schwer gepanzert und bewaffnet. Es waren merkwürdige Waffen – Ovator glaubte solche Waffen schon bei den Aradianern gesehen zu haben. Und die benutzten eine Art Plasmaprojektil-Waffe für ihre Konflikte. Möglich, daß die Menschen ebensolche furchtbaren Vernichtungswerkzeuge bevorzugten.

"Sollten wir nicht die imperialen Surturs herbeirufen, Herr?", fragte Seregas.

"Ich glaube nicht, daß wir sie hier benötigen werden.", erwiderte Ovator nachdenklich. "wenn sie uns hätten angreifen wollen, hätten sie es längst getan!" Dann bemerkte Ovator, daß ein einzelner Mensch sich zwischen den Reihen auf ihn zubewegte. In einer Hand eine dieser merkwürdigen Waffen; in der anderen – etwas metallisches; eine Art Plakette, wie er vermutete. Aber irgendwie zweifelte Ovator daran, daß die Menschenarmee hier uneingeladen aufgetaucht war, nur um ihm eine Ehrschrift zu überreichen; wie so viele andere Völker es schon getan hatten, um sich ihm zu unterwerfen. Denn diese vielen Tausend Menschen, die keine dreisig Meter von ihm entfernt schwer bewaffnet in Stellung gegangen waren, machten nicht den Eindruck, als wollten sie sich seinem Imperium unterwerfen.
Der Mensch, wahrscheinlich ein männliches Exemplar – er hatte einen seltsamen Bewuchs im Gesicht – kannte offensichtlich die Etikette nicht. Niemand durfte sich dem Imperator unerlaubt nähern – schon gar nicht bewaffnet. Der Mensch wurde von der imperialen Leibwache Ovators mit langen Barista-Speeren gestoppt. Ovator rief:
"Halt! Lasst ihn durch!", doch es war zu spät. Ein ohrenbetäubendes Klappern – in der Summe fast wie ein statisches Rauschen – brandete durch die Reihen der Menschen. Sie richteten ihre Waffen auf Ovators Truppen. "Durchlassen, sagte ich!", bellte Ovator und die Leibgarde ließ die Waffen sinken. Der Mensch plärrte etwas in einer Sprache – die Ovator weder verstand noch je gehört hatte – in ein Mikrofon, dass an seinem Brustpanzer befestigt war... und dann ließen auch die Menschen ihre Waffen sinken.
Einen kurzen Moment beäugte der Mensch noch Ovators Leibgarde und trat dann auf ihn zu; streckte den Arm mit der Plakette aus und wartete darauf, daß Ovator sie in Empfang nahm. Ovator nahm sie und las, was darauf graviert war; wunderte sich auch einen Moment darüber, daß der Text in grammatikalisch perfekten Assassar verfasst war; sogar an die geschwungenen Merkzeichen hatten sie gedacht – ein Zeichen von Respekt.
Der Inhalt dieser Botschaft war aber weniger respektvoll. Ovator konnte nicht glauben, was ihm da gerade überreicht worden war. Eine Unverfrorenheit! Schockiert sah er den Menschen an. Der beging in seiner merkwürdigen Sprache zu reden. Seregas übersetzte:

"... ich wurde geschickt, Euch dies zu überbringen...", begann er. Ovator wurde langsam die Brisanz der Situation klar, in der er sich befand. "... ich soll Euch – Imperator Ovator – von meiner Regierung davon in Kenntnis setzen, daß es nicht dazu kommen muß..." Ovators Blick schweifte durch die Reihen der Menschen – wieviele mochten das sein? "... wenn Ihr die Güte hättet Eure jüngsten Ansprüche zu überdenken, so wäre diese Erklärung hinfällig..." Wie hatten die Menschen es eigentlich geschafft, die Sicherheitsbarrieren der Gates zu überwinden? "... ich wurde auch beauftragt so lange zu warten, bis Ihr mir signalisiert, daß Ihr verstanden habt und die Aufgabe Eurer jüngsten Ansprüche akzeptiert – ansonsten tritt diese Erklärung umgehend in Kraft!". Ovator fragte sich, wieviele Menschen in der Galaxis wohl existieren mögen. "Herr?", fragte Seregas. "Der Mensch erwartet eine Antwort... es wäre weise, wenn Ihr..."

"Sag ihm...", begann Ovator. "... das ich verstanden habe – und nicht akzeptiere!". Seregas tat wie ihm befohlen wurde und Ovator erwartete jeden Moment, daß die Menschen zum Angriff übergehen würden. Das wäre zwar der reinste Wahnsinn – Ovator hatte schließlich 120 Tausend seiner besten Kämpfer hier in der imperialen Hauptstadt, voll bewaffnet, für die Feierlichkeiten versammelt und die Menschen waren höchstens Fünftausend an der Zahl – aber es waren schließlich Menschen... die waren unberechenbar.
Doch es passierte nichts dergleichen. Der Überbringer der Botschaft nickte nur ein wie-Ihr-wollt Kopfnicken; drehte sich herum und ging zu den Transportschiffen zurück. Seine Armee folgte ihm.

Als sie wieder durch die Gates verschwunden waren, und diese sich mit den obligatorischen, lauten Knallgeräuschen schlossen, sah sich Ovator um. Es herrschte eisiges Schweigen. Er bekam einen leeren Blick, während Seregas auf ihn einredete. Er hörte ihm nicht zu... und obwohl Ovator von über hunderttausend Assassar umringt war, fühlte er sich nun doch schrecklich allein.

-

Ein Adjutant eines Generals der imperialen Truppen, der Zeuge der Ereignisse unten auf dem Platz gewesen war, marschierte auf seinen vier flinken Beinen geradewegs an Eredorn vorbei. Dieser stob ihm nach; hielt ihn schließlich an einem Arm fest.

"Warte!", sagte er aufgebracht. "Sag mir bitte – was ist da passiert? Was war da los?" Der Adjutant sah ihn an, während Saradin zu ihnen aufschloss. Es stand das blanke Entsetzen in den Augen des Adjutanten.

"Die Menschheit...!", stammelte er und stockte.

"Ja? Weiter?", verlangte Eredorn.

"Die Menschheit – sie... sie haben uns den Krieg erklärt!", dann befreite er sich aus Eredorns Griff und lief davon; seine Befehle ausführend, die ihm von irgendwem aufgetragen worden waren. Saradin sah Eredorn ängstlich an.

"Ist daß das Ende?", fragte er.

"Für das Imperium? Ich weiß es nicht. Möglich... aber auf jeden Fall ist es eine Chance!"

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Es geht also mal wieder um Krieg, Tod und Vernichtung. Aber auch um Ehre, Freiheit, und Alien/Menschlichkeit (finde kein besseres Wort). Soll episch werden... falls ich sie je fertigschreibe :) ;)

Naja, wie auch immer... hoffe, daß das Ding hier Euch gefallen hat. Hat es denn Interesse geweckt?

Grüße
Daniel
Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet. Letzte Bearbeitung am 30.01.2010 um 08:52 Uhr.

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Typhoon
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Typhoon's Beitrag vom 29.01.2010 um 23:53 Uhr // Beitrag Nr. 2
hat auf jeden fall interesse geweckt. will mehr davon lesen. klingt bis jetzt sehr gut :-)
Scheiß auf Chuck Norris - Spongebob grillt unter Wasser..

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DanielAK
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DanielAK's Beitrag vom 30.01.2010 um 12:04 Uhr // Beitrag Nr. 3
Freut mich das es Dir gefällt :) Ich hab noch was für Dich, aber das is vielleicht nicht so irre interessant. Naja, ma gucken.

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Ovator verließ die Feierlichkeiten sobald die Etikette es zuließ und befahl seine Generäle in den imperialen Palast, um mit ihnen Kriegsrat zu halten. Wie so oft, bei solchen Gelegenheiten, herrschte ein wirres Chaos.

"Wie haben sie es nur fertiggebracht, die Barrieren der Gates zu umgehen? Das hätte nicht passieren dürfen!", knurrte ein General der Surtus Elitetruppe.

"Die Menschen sind brutal und primitiv..."

"... deren einzige Beschäftigung während der letzten 1500 Jahre in der Galaxis darin bestand, Krieg zu führen – unterschätzen Sie das nicht!"

"... sie haben nicht das nötige technische Wissen, das Gatesystem zu manipulieren. Jemand muß ihnen geholfen haben"

"Kolaborateure? Ist Ihnen klar, was Sie da unterstellen? Wer? Warum??"

"Das fragen Sie im Ernst? Wir haben jüngst die Manakar unterworfen; ihre Bevölkerung dezimiert!" Ovator sah bei diesem Satz erstaunt auf, dann sagte er:

"Warum sollte das die Menschen kümmern? Die Manakar haben nichts, was sie ihnen geben könnten. Nein, ich denke da eher an die Aradianer – es würde zu ihnen passen."

"Die Aradianer sind es nicht gewesen!", hallte eine Stimme durch den Saal. Serpa – einer der Helden von Baratos – kam den Repetiergang hinaufgeschlendert. Ovator hatte großen Respekt vor diesem Krieger. Er verzeihte ihm sogar die eine oder andere Unverfrorenheit – jeden anderen hätte er hinrichten lassen, für das was sich Serpa schon öfter an Frechheiten und Hochmut in seinem Beisein geleistet hatte. Serpa setzte sich zu den Generälen – was ihm im Grunde von seinem Rang und seiner Position her nicht zustand. Eine Ungeheurlichkeit!

"Serpa – Sie sind unverschämt!", platzte es aus Seregas heraus.

"Und doch habe ich recht. Die Aradianer sind seit einem Zyklus als eigenständiges Volk nicht mehr existent – dafür haben wir sehr effektiv gesorgt. Ihre Flotte: zerstört. Ihre Welten: von uns eingenommen. Ihr Wille: gebrochen! Nein, General Miratos hat schon recht – es waren die Manakar". Ungläubiges Gemurmel brach unter den Generälen aus. Seregas klapperte verächtlich mit den Mandiblen.

"Diese Feiglinge mögen weit entwickelt gewesen sein – aber nun unterstehen sie dem Imperium. Sie hatten nicht die Möglichkeit, den Menschen..."

"Hier!", Serpa warf eine Holokarte in die Mitte des Tisches. Ein Diagram erschien in der Luft; das Sagitarius Stellargebiet – die Grenzen des Imperiums als rot schimmernde sphärische Ausdehnung gut sichtbar. Er zoomte mit einer Geste das Gebiet um Terelios, einem ehemaligen Hoheitsgebiet der Manakar, heran. "Dort!", er wieß mit dem Finger auf ein Planetensystem etwas innerhalb der jüngst erweiterten imperialen Grenzen.

"Ich verstehe nicht, was Sie meinen, Serpa!"

"Sehen Sie genau hin, Seregas... daß ist der Ort von dem aus die Menschen Zugriff auf die imperialen Gates der Hauptwelt nahmen. Es ist ehemaliges Manakargebiet. Brauchen Sie Beweise? Dann sehen Sie genau hin. Sehen Sie die Energiespitzen? Sie reichen gerade aus, die imperiale Hauptwelt zu erreichen – keine 3000 Lichtjahre von ihr entfernt. Die Daten sind eindeutig. Es waren die Manakar. Es gibt keine andere, vernünftige Schlußfolgerung!" Seregas Augenränder verfärbten sich in einen ätzenden Gelbton; ein sicheres Anzeichen für großen Zorn. Ovator amüsierte es, Serpa dabei zuzusehen, wie er Seregas zurechtwies. Seregas konnte aber auch manchmal arroganter sein, als es ihm zustand – Herold des Imperators hin oder her. Ovator fragte sich, wer von beiden einen Zweikampf denn gewinnen würde – sollten sie jemals aufeinandertreffen.

"Also schön...", gab Seregas zu hören. "Dann waren es eben die Manakar. Und nun? Wir haben sie zerschlagen. Sie haben sich uns unterworfen – es gibt keine Regierung mehr, die wir bestrafen könnten"

"Zerstört die Welten um Terelios", sagte Ovator und Serpa nickte anerkennend.

"Herr, wir können nicht davon ausgehen, daß die Menschen, oder die Manakar, die ihnen halfen, noch dort sind."

"Das ist irrelevant", sagte Serpa. "Wir müssen diesen Weg verschließen. Denn nur weil sie nicht mehr dort sind, heißt das nicht, daß sie nicht noch einmal zurückkehren. Wenn wir die Welten vernichten, vernichten wir auch die Gates, die sich dort befinden. Wir haben keine Wahl... beim nächsten Mal schicken die Menschen vielleicht keine Truppen mehr – sondern vermutlich gleich eine Gravitationsbombe"

"Das sehe ich auch so!", sagte Ovator. "Die Gates müssen zerstört werden – am einfachsten, in dem wir die Welten zerstören, auf denen sie sich befinden"

"Die Gates beziehen ihre Energie aus dem Hyperraum – unfassbar viel Energie. Das wird den Zentralstern von Terelios mit in den Abgrund reißen. Das wird eine Nova auslösen.", sagte der Chef des imperialen astronomischen Konzils.

"Kann uns das gefährlich werden?", fragte Ovator.

"Nun, es handelt sich dabei um die fünffache Zentralmasse unseres Gestirns. Verstrahlungen im Umkreis von 2000 Lichtjahren sind zu erwarten."

"Aber es dauert auch 2000 Jahre bis die Strahlung die umliegenden Welten erreicht. Das sollte uns genug Zeit geben sie zu evakuieren, nicht?", fragte Ovator genervt.

"Ja, Herr... so ist es.", antwortete der Astronom.

"Also dann tun wir’s!", befahl Ovator herrisch. Serpas Mandiblen klickten vor Freude zwei Mal in kurzer Folge, denn es würde einen Knall geben – einen ziemlich großen. "Und findet mir diese Menschen, die uns heute besuchten. Ich will wissen wo sie sind; wie stark ihre Flotte ist; wieviele Bodentruppen sie haben und warum sie sich in meine... " (Ovator sagte bewußt nicht unsere) "... Angelegenheiten einmischen! Sie dürfen gehen!" Die Generäle erhoben sich und verließen murmelnd den Ratssaal. Nur Seregas und Serpa saßen zusammen mit dem Imperator noch am Tisch. Seregas warf Serpa einen tödlichen Blick zu – das Ovator seine Generäle weggeschickt hatte, galt eigentlich auch für Serpa. Ovator sah ihn an.
"Ist noch was?", fragte er ungeduldig.

"Ja", gab Serpa zu hören – und verzichtete bewußt auf den höflichen Zusatz ’Herr’. "Die Welten zu zerstören, mag diesen Weg zur imperialen Hauptwelt unterbinden. Aber wir müssen die Manakar bestrafen. Da es keine Regierung mehr gibt, sollten wir ein paar auswählen und öffentlich hinrichten" Ovators Mandiblen zuckten vor Verzückung über diese hervorragende Idee.

"Was schwebt Dir vor, Serpa?"

"Die Manakar-Delegation – die, die heute während der Feier die Kapitulation überbrachte."

"Herr...", begann Seregas aufgeregt. "Das sind Würdenträger der Manakar, wenn wir einige von ihnen hinrichten, dann wäre das äußerst unklug, denn bedenkt bitte, daß..."

"Tu es!", befahl Ovator und sah Serpa dabei an. Der nickte.

"Wie viele?", fragte er. Ovator verzog das Gesicht zu einer teuflischen Fratze; seine Mandiblen vibrierten gierig. Dann fauchte er:

"Alle!"

---

Der Imperator ist doch echt ’n Arsch, oder? Ich mein, die Menschheit kommt von ihrem Ruf in der Galaxis zwar auch nicht gut weg, aber es wäre doch wünschenswert, wenn sie dem Imperator und seinem Imperium den Arsch aufreißen (verzeiht meine profane Ausdrucksweise) :)

Mal schauen, wie sich das noch entwickelt.

:)
Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet. Letzte Bearbeitung am 30.01.2010 um 17:29 Uhr.

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Typhoon
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Typhoon's Beitrag vom 30.01.2010 um 17:11 Uhr // Beitrag Nr. 4
sehr schön...wann kommt das buch? ich wäre dein erster käufer. du hast echt talent zum schreiben. sehr spannend:-)
Scheiß auf Chuck Norris - Spongebob grillt unter Wasser..

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cgu
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cgu's Beitrag vom 30.01.2010 um 18:02 Uhr // Beitrag Nr. 5
Sehr schön. Klasse bisher. Gefällt mir gut.

Ich schreibe meine 2179er-Geschichte auch von Zeit zu Zeit ein bisschen weiter, aber Sie soweit mit Dialogen auszubauen, habe ich nicht geschafft. Klasse :thumbsup:
Mit freundlichen Grüßen
Florian Petri
Leitender Administrator

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DanielAK
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DanielAK's Beitrag vom 31.01.2010 um 15:45 Uhr // Beitrag Nr. 6
Danke Leute :)

Vielleicht mache ich das irgendwann zu einem Roman. Hatte schon einige geschrieben, und weiß wie man das macht. Hier mach ichs eventuell auch.

Porono: Ich hab echt gedacht ich spinne, bis ich rausgekriegt habe, daß das nicht cgu sein kann. Achte mal drauf, Deinen richtigen Account zu nehmen, hatte echt zuerst geglaubt, es sei cgu... könnte sonst zu peinlichen Mißverständnissen kommen ;) :)

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porono
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porono's Beitrag vom 31.01.2010 um 18:59 Uhr // Beitrag Nr. 7
Jepp, mach ich, Chef :-D
Ich vergesse manchmal, mich umzumelden, wenn ich ein paar Admin-Dinge erledigen musste :-P
Jaa... ehh... da wird ja auch viel geredet ...
[Bernd Stromberg, Capitolversicherung]

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Blackbeard
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Blackbeard's Beitrag vom 01.02.2010 um 20:23 Uhr // Beitrag Nr. 8
Sehr schön. Hat was.
Aber was ich mich frage ist, wer sind die Hauptprotagonisten in der Geschichte? Die Menschen oder die Aliens? Ist halt so ne Frage, ob der Leser sich mit Aliens identifizieren kann, die gegen brutale Menschen kämpfen.

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DanielAK
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DanielAK's Beitrag vom 01.02.2010 um 21:20 Uhr // Beitrag Nr. 9
Die Aliens sind die Protagonisten - die Story (falls zum Roman auswachsend) wäre zu über 90% nur von den Aliens getragen. Wir identifizieren uns mit ihnen, weil ich sie vermenschliche. Die Menschheit ansich wird hier nur aus der Ferne beschrieben. D.h.: Wir sehen die Menschen in der Story so, wie die Aliens sie wahrnehmen (auch in direkten konkreten Aktionen). Es wird also niemals aus der Sicht der Menschen beschrieben; es wird nur über sie, und das was sie tun, berichtet - ein für mich neues Story-Konzept.

Der einzige Grund, weswegen das jetzt für Euch so aussieht, als haben die Menschen eine weitreichende Rolle in der Story, ist der, weil ich (nur) zwei (von noch einigen mehr) konkrete Ereignisse in denen Menschen vorkommen, hier vorgestellt habe. Das Meiste der Story dreht sich aber nur um die Aliens und wie sie mit ihren Problemen klarkommen.

Die Menschen - nach meiner Vorstellung - gelten zwar als brutal und rücksichtslos... aber es sind "Gerüchte" über die hier berichtet werden. Die Menschen sind keine xenophilen Philantropen, weil sie auch konkrete Ansprüche für ihre Einmischung stellen - aber es kommt einer unterdrückten Alienrasse zu gute, die niemals sowas wie Krieg in ihrer Kultur hatten, und mit denen die Menschheit einen Deal eingegangen sind.

Das Hauptaugenmerk der gesamten Story liegt auf politischen Verwicklungen; intriganten Machtgebahren und dem Widerstand aus dem eigenen Volk der Assassar, die dann auch mit den Aradianern, den Manakar und eben auch mit den Menschen (die allerdings nur eine Nebenrolle spielen) gemeinsame Sache machen, um das brutale Imperium zu zerschlagen.

Ganz so einfach, wie es klingt, ist es dann aber doch nicht, denn im Grunde dreht sich die Story um einen handfesten Genozid... und das ist wahrlich kein einfaches Thema.

:)

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porono
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porono's Beitrag vom 02.02.2010 um 07:06 Uhr // Beitrag Nr. 10
Sehr schön. Hat was.
Aber was ich mich frage ist, wer sind die Hauptprotagonisten in der Geschichte? Die Menschen oder die Aliens? Ist halt so ne Frage, ob der Leser sich mit Aliens identifizieren kann, die gegen brutale Menschen kämpfen.


Siehe Avatar - Aufbruch nach Pandora (aktuell im Kino). Ich denke, das ist prinzipiell nicht das Problem.
Jaa... ehh... da wird ja auch viel geredet ...
[Bernd Stromberg, Capitolversicherung]

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DanielAK
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DanielAK's Beitrag vom 02.02.2010 um 10:34 Uhr // Beitrag Nr. 11
Ich weiß nicht ob es überhaupt ein Problem ist. Avatar ist übrigens auch kein Novum. Da gab es letztes Jahr diesen 3D Film in dem eine Menschenarmee von einer kaputten Erde auf einen anderen Planeten kamen (dessen Atmo sie nicht atmen konnten) und ein indigenes, Naturvolk attackierten um den Planeten mit Atmosphärenumwandler für Menschen widerstandslos bewohnbar zu machen (die Aliens dort lebten übrigens auch in Bäumen und flogen mit irgendwelchen Holz/Papierdrachen durch die Gegend - wie die AVatar Naavi - nur die haben echte "Drachen" dafür benutzt). Und ein Mensch schlägt sich auf ihre Seite und bekämpft die eigenen Leute, weil er sich mit dem Volk anfreundet und es falsch hält, was die Menschen machen. Der einzige Unterschied zu dem 3D Film und dem Film Avatar besteht darin, daß das Naturvolk aus dem 3D Film dann doch mehr Technologie zur Verfügung hatten, als äußerlich sichtbar war (konnten sich gegen Ende effektiv gegen die Menschen wehren - großer Krieg und so). Am Ende haben die Aliens den Menschen erlaubt in einer Kuppel eine neue Zivi auf ihrem Planeten zu gründen...

... dennoch geht meine Story tierisch an dieser Sache vorbei - die Menschen lösen nur etwas aus, was die Aradianer und die Manakar bzw. die Assassar Kolaborateure für sich ausnutzen. Darüberhinaus ist der Imperator mit seinem Imperium den Menschen nicht hilflos ausgeliefert; ihnen technisch sogar überlegen. Aber der Kampfeswille der Menschheit ist es vor dem sie sich fürchten (zu recht!). Die Story ist also nicht ganz so auf gut/böse; schwarz/weiß getrimmt, wie es bei Avatar & Co der Fall ist. Denn selbst in dieser Story ist nicht ganz klar: Ist es gut, daß die Menschen das Imperium angreifen wo sie doch eigentlich galaktische Marodeure sind, die von allen gefütchtet und gehasst werden? Ist es gut, daß der Imperator sich dem Kampf stellt, denn wenn er es schafft überlebt das brutale Imperium. Wenn er es nicht schafft: Sind die Menschen soviel besser? Die Aradianer haben noch einen sehr tiefen Einfluß auf den Fortgang der Story - und die kleinwüchsigen, schmächtigen, friedlichen, aber technisch am weitesten fortgeschrittenen Manakar: Warum bauen die jetzt eine Gravitationsbombe? Wem wollen sie diese Technik überlassen?

usw.

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DanielAK
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DanielAK's Beitrag vom 23.06.2010 um 02:38 Uhr // Beitrag Nr. 12
Ahoi Leute.

Hatte in den letzten Tagen nicht so viel Zeit. Aber ich hab hier noch was ausgegraben, von der Story die ich, gelegentlich wenn mal Zeit ist, schreibe. An der Kapitel(chen) Zahl kann man erkennen: Es ist schon einiges geschrieben... 29 Kapitelchen um genau zu sein (297 Schreibmaschinenseiten bisher - nach meiner Gliederung der Story könnte nochmal soviel dazukommen). Also hier ein Kapitelchen, daß einen etwas verwirrenden Aspekt der Story wiedergibt, aber vor allem einen leicht metaphysischen Charakterzug der Story aufzeigt... vielleicht gefällts ja. :)

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27. Die Schicksalsmaschine

Almalex hantierte an der Maschine, als wäre es ein Uhrwerk. Diese Maschine war jedoch viel mehr als das. Erendor besah sich die komplexe Mechanik und die daraus herausragenden Speicherstäbe, in denen riesige Datenmengen hin und her gewuchtet wurden und staunte über diese ungeheure Präzision, mit der diese Maschine tatsächlich in der Lage war die Wahrscheinlichkeiten bevorstehender Ereignisse mehr oder weniger konkret zu beeinflussen. Erendor war überaus fasziniert von den bläulich schimmernden Speicherstäben und streckte eine Hand danach aus. Almalex bemerkte es und packte seine Hand.

"Nicht!", ermahnte er Erendor. Der schaute verdutzt drein.

"Wieso nicht? Eine Berührung wird es wohl kaum schaden"

"Jede Beeinflussung bedeutet eine Veränderung. Veränderungen sind schlecht. Immer", sagte Almalex und wandte sich wieder seinen Kalkulationen zu.

"Haben Sie diese Maschine gebaut?", fragte Erendor mit ehrlicher Neugierde. Almalex antwortete geistesabwesend:

"Nein, ich betreue sie nur. Meine Vorgänger fanden sie vor vielen Jahrhunderten hier vor. Seitdem hat sie sich nicht verändert. Wir benötigten beinahe zweihundert Jahre, um ihren vermutlichen Zweck zu ergründen. Jedenfalls, soweit wir das feststellen konnten"

"Und wer hat sie dann erbaut?" Almalex schaute bei dieser Frage kurz auf; sah Erendor dabei aber nicht an. Er überlegte einen Moment.

"Das wissen wir nicht genau. Es waren vermutlich die Ersten. Ich gebe zu: Kein sehr kreativer Name. Die Maschine ist sehr alt, mußt du wissen. Sehr, sehr alt. Die Zerfallsrate gewisser Elemente innerhalb der Maschine deuten auf ein Alter von beinahe 650 Tausend Jahren hin. Es ist uns ein absolutes Rätsel wer sie erbaut hat, und warum. Wir wissen nur, daß es viele von ihnen gegeben haben mußte; verteilt über die gesamte Galaxis. Wir haben aber bisher nur drei weitere innerhalb der imperialen Grenzen entdeckt - wer weiß wieviele noch da draußen existieren. Klar ist jedenfalls, daß die Einstellungen der einen Maschine die der anderen erheblich beeinflusst - und umgekehrt. Deswegen, mein junger Freund, ist es so wichtig, daß du hier nichts anrührst - es könnte unvorhersehbare Folgen haben"
Erendor schnaubte verächtlich... seine Mandibeln klickten zwei Mal und er dachte sich, daß er als kleines Rädchen im Getrieben der bevorstehenden Ereignisse, wohl kaum eine entscheidende Änderung herbeiführen könnte. Schon gar nicht, in dem er einen dieser Stäbe berührte. Was könnte das schon ändern?

"Was tun Sie da, Almalex?"

"Wenn du mich nicht weiter störst, werde ich bald das nächste Ergebnis haben. Es wird ausfallen, wie alle anderen zuvor auch schon. Kleine Differenzen vielleicht, aber alles sollte größtenteils im Gleichgewicht sein"

"Ich verstehe kein Wort von dem, was Sie da sagen!" Almalex seufzte entnervt.

"Nun...", begann er. "Diese Maschine verändert die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse, die noch kommen werden. Nicht mehr, nicht weniger. Es ist wichtig, die Neutrino-Spins im Auge zu behalten. Denn die sind zufällig, und zufällig meistens im Gleichgewicht - es sei denn, jemand oder etwas stört dieses Gleichgewicht. Das messen wir unentwegt, um zu schauen, ob sich etwas verändert. Aufgrund der schwachen Wechselwirkung ist es aber äußerst schwer dies festzustellen. Hochrechnungen sind von Nöten - sehr komplexe - ich benötige Tage um ein Ergebnis zu erhalten" Erendor schaute bei dieser Erklärung dümmlich drein.

"Wahrscheinlichkeiten? Neutrinos? Spin? Ich verstehe noch immer kein Wort!"

"Schau - es ist so: Die Neutrinos in unserer Umgebung; also jene, die uns durch unser Zentralgestirn geschickt werden und uns durchfluten, haben unter normalen Voraussetzungen einen wahrscheinlichen Spin von +1 und -1 - zu gleichen Teilen. Wir sagen, um es einfach zu halten, links-drehender und rechts-drehender Spin. Gibt es ein Ungleichgewicht - sagen wir mehr rechts-drehende als links-drehende - so wissen wir, daß etwas ungewöhnliches im Gange ist"

"Die Maschine verändert den Spin?"

"Nun... das könnte der Fall sein, oder auch nicht. Tatsache ist: Es gibt Vorfälle in denen ein Ungleichgewicht herrscht, aber von dem wir annehmen können, daß es nicht von der Maschine ausging. Einfach zufällige Ereignisse die passieren. Aber es gab und gibt auch Ungleichgewichte, die in auffälliger Weise mit einem Energieanstieg innerhalb der Maschine einhergehen - damit also sehr wahrscheinlich zusammenhängen. Als der Krieg gegen die Aradianer ausgetragen wurde, war dies der Fall. Jedenfalls hat die Sternenkarte innerhalb der Maschine im Gebiet der Aradianer eine deutliche, bläuliche Färbung angenommen - ein sicheres Zeichen, daß dort die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses, begünstigt wurde"

"Also hat die Maschine den Krieg ausgelöst?"

"Nein, der Imperator hat den Krieg ausgelöst. Aber die Maschine hat die Wahrscheinlichkeit, ob der Imperator diesen Krieg anzettelt oder nicht, vermutlich konkret beeinflusst"

"Eine Art Gedankenkontrolle"

"Nein... nein... Erendor - so funktioniert es nicht. Es sind Wahrscheinlichkeiten, über die wir sprechen. Einige Wahrscheinlichkeiten sind wahrscheinlicher als andere. Diese Maschine ist nur offensichtlich dazu in der Lage bestimmte Wahrscheinlichkeiten zu begünstigen"

"Und die Neutrinos? Die verändern also die Ereignisse?"

"Die Neutrinos und das Gleichgewicht oder Ungleichgewicht ihrer Spins sind nur ein Symptom - nicht die Ursache. Ich stelle hier nur fest, in welchem Stellargebiet welche Spinzahlen herrschen. Aufgrund dessen ist es mir möglich gewisse Vorhersagen bestimmter Ereignisse zu treffen. Das ist oft nicht sehr genau, weil es auf wenige Promille-Werte ankommt, ob dieses oder jenes Ereignis eintritt. Bei den Aradianern gingen die Spinzahlen nach links, was darauf hindeutete, dass Imperator Ovator die Aradianer unterjochen-, er sich also doch zu einem Angriffskrieg gegen sie entscheiden würde. Das sagte ich damals voraus und so ist es passiert. Links-drehende Neutrinos sind immer schlecht - jedenfalls für das Gebiet, in denen sie vermehrt vorkommen. Während also die Aradianer mehr links-drehende hatten, bekam das Imperium mehr rechts-drehende... was darauf hindeutete, daß das Imperium den Krieg höchstwahrscheinlich gewinnen würde. Das war auch nicht weiter überraschend, angesichts der ungeheuren Stärke, über die das Imperium verfügt. Du siehst: Es gibt auch bevorstehende Ereignisse, für die man keine Schicksalsmaschine benötigt, um sie vorherzusehen. Aber es ist beruhigend zu wissen, daß die intuitive Vorhersage mit der praktischen dieser Maschine übereinstimmen - denn es besagt, daß wir die Maschine richtig verstehen - zumindest zu einem Gutteil"

"Aber die Maschine wird auch spontan aktiv - jedenfalls verstehe ich Ihre Äußerungen so"

"Das könnte der Fall sein. Die Wahrheit ist, daß wir das nicht mit letzter Sicherheit sagen können. Denn die Maschine selbst ist unintelligent. Es gibt keine künstliche Intelligenz - jedenfalls haben wir noch keine festgestellt. Und doch wird sie von Zeit zu Zeit aktiv und auch meist dann, wenn es Spannungen zwischen zwei großen Reichen in diesem Teil der Galaxis gibt - was wohl kaum ein Zufall sein dürfte. Sie verändert dann offensichtlich konkrete Ereignisse anhand ihrer Wahrscheinlichkeiten. Aber bedenke: Jede Maschine die an dieses Netzwerk - denn das ist es, worauf die Macht dieser Maschinen basiert - angeschlossen ist, beeinflusst durch ihre Einstellungen alle anderen. Es wäre also denkbar, daß die anscheinend spontanen Aktivitäten nicht so spontan sind, wie man annehmen könnte"

"Ihr meint, jemand lenkt die Wahrscheinlichkeiten - von einer anderen Maschine aus?" Almalex sah Erendor nun erstaunt an.

"Du begreifst schnell, mein junger Freund. In der Tat - das ist eine der Theorien. Ich halte es zumindest für wahrscheinlich, daß eine unbekannte Intelligenz Zugriff auf eine Maschine hat und aktiv Einfluss auf die stellaren, politischen wie militärischen Ereignisse nicht nur innerhalb des Imperiums nimmt. Wenn das so ist, so wäre es sehr erschreckend, denn diese fremde Macht, weiß dann offensichtlich sehr genau, wie sie diese Maschinen bedienen muß - das ist mehr, als wir Wächter von uns behaupten können. Die Gründe weswegen diese Ereignisse eher begünstigt werden als jene, sind uns schleierhaft. Leider ist es uns nicht möglich eine aktive Einflussnahme von außen zurückzuverfolgen - es könnte also alles auch nur Zufall sein"

"Aber daran glauben Sie nicht?"

"Nein, daran glaube ich nicht. Ich denke irgendeine Art von Entität - vielleicht die Ersten selbst - nehmen aktiv Einfluss auf die Geschicke in unserem Teil der Galaxis. Weshalb und warum, wissen wir nicht... wie schon erwähnt, ist es so, dass..." Ein Alarm ertönte laut schrillend. Etwas veränderte sich auf der stellaren Karte der Maschine. Almalex, der sonst eine stoische Ruhe verströmte, wurde sehr plötzlich sehr hektisch. Er fuchtelte wild gestikulierend in der Holosteuerung seiner Messapparatur herum, und starrte dann in die stellare Karte hinein. Erendor wusste nicht was vor sich ging, bemerkte aber, daß das stellare Gebiet, in der der allergrößte Teil der menschlichen Truppen vermutet wurde, in einem starken bläulichen Schimmer zu leuchten begann. Almalex schaute sich die Verteilung der Spins genau an - und ohne seine Hochrechnungen; lediglich auf Erfahrung beruhend, sagte er:

"Zunehmend links-drehend! Höchstwahrscheinlich" Erendor erschauderte es bei dem Gedanken, daß die einzige Macht, die dem brutalen Imperium Ovators etwas entgegensetzen konnte, aus welchen Gründen auch immer schlechte Chancen erhalten hatte... denn links-drehend war immer schlecht, wie Almalex schon deutlich zum Ausdruck brachte. Ihm wurde unheimlich zumute, denn sollte tatsächlich etwas oder jemand eine direkte Beeinflussung der Ereignisse in genau diesem Moment vornehmen, so stand zumindest eines fest: Wer immer es sein mochte... er war kein Freund der Menschheit.

"Das ist nicht gut", bemerkte Erendor nicht ganz so scharfsinnig, wie es klingen sollte. Almalex seufzte:

"Tja, da kann man jetzt wohl nichts mehr machen"

----

:)

Grüße
Daniel

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Babumbol
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Babumbol's Beitrag vom 23.06.2010 um 10:05 Uhr // Beitrag Nr. 13
Hui, die Idee finde ich sehr interessant. Es ist allerdings sehr, sehr viel trockene direkte Rede, die man verdauen muss um dann im Bilde zu sein. Vielleicht liesen sich ja einige Informationsbröcken häppchengerechter in Deiner Story verteilen? Dann könntest Du sie auch noch ein wenig mehr mit philosophischen Ansätzen verwässern und Dir etwas mehr Zeit für die Charaktere und ihre Eigenarten lassen. Die kommen in diesem Kapitel nämlich ziemlich blass rüber (wobei ich ja die anderen Kapitel noch nicht kenne).

Anyway, mir gefällts.

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